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Gerhard Marcks

Gerhard Marcks

Berlin 1889 -
Köln 1981


Am 18. Februar 1889 wird Gerhard Marcks in Berlin geboren. Er bildet nach dem Abitur 1908 mit dem Bildhauer Richard Scheibe eine Werkstattgemeinschaft. Seine künstlerischen Aktivitäten werden jedoch durch den Militärdienst ab 1912 in Lübeck und die bald darauffolgende Einberufung zum Kriegsdienst unterbrochen.
1918 bietet Bruno Paul dem Künstler eine Lehrtätigkeit an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Berlin an. Marcks nimmt das Angebot an, wechselt aber schon im darauf folgenden Jahr an das Staatliche Bauhaus in Weimar zu Walter Gropius.
1920 wird Marcks mit der Leitung der Bauhaus-Töpferei in Dornburg/Saale betraut. Paul Thiersch beruft ihn nach fünf Jahren in dieser Position als Lehrer der Bildhauerklasse an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein/Halle an der Saale.
Gerhard Marcks unternimmt in dieser Zeit verschiedene Studienreisen nach Italien und Paris sowie 1928 erstmals nach Griechenland. Marcks wird im selben Jahr mit dem Villa-Romana-Preis geehrt.
Als der Künstler 1933 aus dem Lehramt auf Burg Giebichenstein entlassen wird, zieht er nach Niehagen in Mecklenburg. Die Beschlagnahmung seiner Arbeiten erfolgt vier Jahre später. Marcks ist wie viele andere Künstler auch den Übergriffen der nationalsozialistischen Kulturpolitik ausgesetzt: Er erhält vorläufiges Ausstellungsverbot und die Androhung eines Arbeitsverbotes.
Die Ausstellung "Entartete Kunst" zeigt zwei seiner Arbeiten. Das fünf Jahre zuvor gebaute Atelierhaus in Berlin-Nikolassee und damit auch ein großer Teil der Arbeiten wird 1943 Opfer eines Bombenangriffs. 1945 werden zahlreiche in Halle ausgelagerte Werke zerstört.
Marcks lehrt nach Kriegsende an der Landeskunstschule in Hamburg. Nach Köln-Müngersdorf übersiedelt der Künstler 1950. Dort errichtet er wieder ein Atelierhaus und arbeitet als freischaffender Künstler. Das Oeuvre von Gerhard Marcks wird nun durch Preise, wie 1954 der Große Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und 1955 der Kunstpreis der Stadt Berlin, gewürdigt.
1952 schlägt man ihn zum Ritter der Friedensklasse des Ordens "Pour le Mérite". Marcks unternimmt zahlreiche Reisen in den fünfziger und sechziger Jahren in die USA, nach Mexiko, Südafrika, Italien und nach Griechenland. Auf der Insel Aegina kauft er 1960 ein Sommerhaus. In Hain in der Eifel richtet sich Marcks 1973 ein weiteres Domizil ein.
92-jährig stirbt der Künstler nach einem Schlaganfall.

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